Ein Neuanfang
Ja ja, ich weiß, hier ist noch nichts wirklich eingerichtet, aber mir fehlt das Schreiben schon so lange,
und so viele Gedanken gingen schon verloren, dass es mir heute einfach unter den Nägeln brannte.
Und jetzt bin ich wieder hier...
Ich bin mir noch nicht so sicher, wo mich dieser Blog hinführen wird. Vielleicht wird er wie eine Art Tagebuch, vielleicht hilft er aber auch anderen, und vielleicht findet man ja wieder Menschen, die sich in den Texten wiedererkennen, und dann fühlt man sich nicht mehr so alleine mit allem.
Über was werde ich schreiben?
Ich denke über alles.
Meine Vergangenheit, meinen Leidensweg, meine Krankheiten.
Aber auch über mein Glück, meine Familie, meine Katzen, meine Wünsche und Träume, was mich bewegt, was ich gerne mag, meine Gefühle.
Seelischen Beistand bei meinem ersten Post leistet mir gerade mein Seelentier, mein Kater Loki, der sich vor meine Tastatur gelegt hat, mich mit großen, fast schwarzen Augen anschaut, während ich das Album 'The Rewritten Memories' von Yiruma höre, und meine Gedanken in die Tastatur hämmere.. Irgendwie passend. Und eigentlich ist dieses Album schon immer meine Musik zum Schreiben. Schon seit Jahren.
Ich denke schon seit einer Weile darüber nach, endlich an meinem Buch weiter zu schreiben, aber mir fällt es aktuell schwer, mich darauf zu konzentrieren, und mich einfach fallen zu lassen, mich treiben zu lassen in der Geschichte, die in meinem Kopf entsteht.
Das mag aktuell am Wandel meines Lebens, und auch am Stress zu liegen.
Und so sehr ich auch versuche, abzuschalten, zu entspannten und zu entschleunigen, damit mein Kopf wieder die Ruhe dafür findet, so macht mein Körper mir doch einen Strich durch die Rechnung.
Ich habe Fibromyalgie, und als Sahnehäubchen noch eine sehr weit fortgeschrittene Hüftarthrose. Durch die dauerhaften, mittlerweile enormen Schmerzen, kommt der Körper nicht mehr zur Ruhe, selbst der Schlaf ist nicht mehr erholsam.
Und ich bin tagsüber so eingeschränkt, dass nicht mal mehr der Haushalt so wirklich hinhaut. Jede Minute, in der es irgendwie geht, ist man also damit beschäftigt, das Chaos im Haus nicht überhand nehmen zu lassen.
Somit bleibt kaum Zeit und Raum für andere Dinge, so auch das Schreiben. Man kommt nicht mehr dazu wirklich abzuschalten. Ich kann mich nicht mal mehr so richtig auf eine Serie oder einen Film konzentrieren.
Also liege ich oft auf dem Bett, weil der Körper Ruhe braucht, bin aber wach und das Gedankenkarussell dreht sich. Man hat viel Zeit zum Nachdenken, und arbeitet dabei viele Altlasten aus der Vergangenheit zumindest gedanklich auf.
Das sorgt des öfteren dann auch mal für emotionalen Stress. Aber ich merke, dass ich von Monat zu Monat mental wieder stärker werde, Dinge verarbeite, Grenzen setze, Dinge abschließe.
Auch deshalb hat mir das Schreiben so gefehlt. In der Vergangenheit half mir das Schreiben so oft, den Kopf zu entleeren. Einen Haken an Dinge zu machen, nachdem man sie niedergeschrieben hatte. Und es dann aus dem Kopf zu löschen.
Vielleicht hilft es mir ja auch diesmal. Ach was, es wird mir bestimmt wieder helfen, das sagt mir mein Gefühl dabei!
Und villeicht magst genau Du mich dabei begleiten. Bei meinem Neuanfang!
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